In einer Woche ist es so weit: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 als vollständige Neuauflage exklusiv für Nintendo Switch 2. Zum 40. Jubiläum der Zelda-Reihe holt Nintendo damit das Spiel zurück, das 1998 das 3D-Actionadventure geprägt hat. In dieser Vorschau erfährst du, was die Zelda Direct gezeigt hat, welche Neuerungen bestätigt sind und welche Fragen kurz vor dem Start noch offen bleiben.
Kurz gesagt: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 für Switch 2. Das Remake bietet komplett neue Grafik, eine Sprung- und eine Sprinttaste, vertonte Zwischensequenzen, orchestrale Musik und die neue Zielhilfe Threads of Time. Inhaltlich bleibt es nah am Original, inklusive Ladebildschirmen zwischen den Gebieten.

Ocarina of Time auf Switch 2: Release, Preis und Ankündigung
Nintendo deutete das Projekt bereits im Juni kryptisch an. Die offizielle Enthüllung folgte am 8. September 2026 in einer eigenen Zelda Direct zum 40. Jubiläum, einen Tag vor der regulären Nintendo Direct. Laut Game Informer landet das Spiel damit genau zwei Wochen vor GTA 6 im Handel.
- Titel: The Legend of Zelda: Ocarina of Time
- Release: 5. November 2026
- Plattform: exklusiv Nintendo Switch 2
- Preis USA: 59,99 US-Dollar digital, 69,99 US-Dollar für die physische Version
- Erstauflage: Verpackung mit strukturiertem Folien-Cover, solange der Vorrat reicht
Die Euro-Preise für Ocarina of Time schwanken je nach Händler. Wie bei vielen Switch-2-Spielen ist die Download-Version günstiger als die Box. Präsentiert wurde das Spiel in einem rund dreieinhalbminütigen Trailer und einer 15-minütigen Gameplay-Demonstration mit Serienproduzent Eiji Aonuma, der schon beim Original Regie führte.
Das zeigte die Gameplay-Demo aus der Zelda Direct
Die Demo beginnt dort, wo alles anfängt: im Kokiri-Wald. Link wacht auf, Navi begleitet ihn, Saria spricht mit ihm. Schon hier fällt der erweiterte Dialog auf, denn Nebenfiguren haben deutlich mehr zu sagen als 1998. Danach geht es in den Dungeon im Inneren des Deku-Baums.
Der Kampf in Ocarina of Time bleibt dem Original treu. Die Zielerfassung, die damals das Genre verändert hat, steht weiter im Mittelpunkt. Anschließend zeigte Nintendo die Hylianische Steppe in neuer Optik und eine deutlich belebtere Marktstadt vor Schloss Hyrule. Ein abschließender Trailer gab Einblicke auf den erwachsenen Link, Zelda, Ganondorf und Shiek.
Marktstadt und Hylianische Steppe
Besonders deutlich verändert sich die Marktstadt vor Schloss Hyrule. Im Original war sie eine starre Kulisse mit fester Kameraperspektive. Jetzt bewegst du dich dort mit vollwertiger Third-Person-Kamera, und der Tag-Nacht-Wechsel läuft in Echtzeit weiter. Die Steppe wirkt dank neuer Vegetation, Weitsicht und Beleuchtung lebendiger. Die bekannte Wegführung bleibt dabei erhalten, du findest dich als Kenner sofort zurecht.
Neue Optik zwischen Stil und Realismus
Das Original war stark von den Grenzen des Nintendo 64 geprägt. Die Neuauflage setzt auf eine komplett überarbeitete Grafik, die Beobachter als stilisierten Realismus beschreiben. Orte wurden neu modelliert, nicht nur aufpoliert. Dazu kommt ein orchestral eingespielter Soundtrack, der die bekannten Melodien von Koji Kondo neu interpretiert.
Alle bestätigten Neuerungen im Überblick
Nintendo hat bereits eine ganze Reihe an Änderungen offiziell bestätigt. Die wichtigsten Punkte für dich:
- Sprungtaste: Link springt nicht mehr automatisch an Kanten, du steuerst den Sprung selbst.
- Sprinten: Nach einer Rolle kannst du lossprinten, ideal für weite Wege durch die Steppe.
- Kamera: Die Kamera lässt sich frei mit dem rechten Stick steuern.
- Threads of Time: Ein Wandteppich zeigt deinen Story-Fortschritt und das nächste Ziel.
- Tag-Nacht-Wechsel: Die Zeit läuft jetzt auch in Städten weiter.
- Sprachausgabe: Zwischensequenzen sind vollständig vertont, Link selbst bleibt stumm.
- Komfort: Gegenstände lassen sich schneller wechseln, das Zielen mit der Feenschleuder fällt leichter.
Okarina per Mikrofon
Die originellste Neuerung betrifft das namensgebende Instrument von Ocarina of Time. Summst du ein gelerntes Lied in das Mikrofon der Switch 2, spielt Link es auf seiner Okarina nach. Klassisch über die Tasten funktioniert das Spielen weiterhin. Hersteller HORI bringt laut Nintendo noch in diesem Jahr spielbare und elektrische Okarinas als Zubehör heraus.
Bewusst behalten: die Ladebildschirme
Nicht jede Modernisierung findet in Ocarina of Time statt. Nintendo behält die Ladebildschirme zwischen den Gebieten bei, um den Charakter des N64-Originals zu bewahren. Das ist eine bewusste Designentscheidung, keine technische Notwendigkeit. Wer auf nahtlose Übergänge wie in Tears of the Kingdom hofft, wird hier also umdenken müssen.
Zelda Notes: Die Begleit-App für das Remake
Die Funktion Zelda Notes in der Nintendo-Switch-App unterstützt Ocarina of Time mit mehreren Zusatzfunktionen. Laut Zelda Universe sind diese Bereiche bereits näher beschrieben:
- Today’s Record: protokolliert Statistiken wie besiegte Gegner, Game Overs und zurückgelegte Strecken und erstellt automatisch Screenshots.
- Quiz: über 2.000 Fragen zu Truheninhalten, Fundorten und Figuren. Für einen zweiten Versuch setzt du Rubine aus dem Spiel ein.
- Gossip Quests: Du suchst im Spiel einen Ort, der auf deinem Smartphone als Bild erscheint, und erhältst dafür Punkte für neue Notenblätter.
- Play Ocarina: Du spielst Lieder in der App nach, komponierst eigene Stücke und teilst sie per QR-Code.
Offen: Weitere Bereiche wie Karte, Fotostudio oder globale Spieldaten tauchen bereits auf, ihr genauer Funktionsumfang ist aber noch nicht bestätigt.
Ocarina of Time im Vergleich: N64, 3DS und Switch 2
Mit der Switch-2-Version existieren nun drei große Fassungen von Ocarina of Time. Die Tabelle zeigt dir, wie sie sich unterscheiden:
| Merkmal | Nintendo 64 (1998) | Nintendo 3DS (2011) | Switch 2 (2026) |
|---|---|---|---|
| Grafik | Original-Polygone | überarbeitet, stereoskopisches 3D | komplett neu modelliert |
| Springen | automatisch | automatisch | eigene Sprungtaste |
| Sprachausgabe | nein | nein | vertonte Zwischensequenzen |
| Zielhilfe | Navi | Navi und Shiekah-Steine | Navi und Threads of Time |
| Musik | Synthesizer | Synthesizer | orchestral |
| Master Quest | separat auf GameCube | enthalten | offen |
Die 3DS-Version brachte bereits Komfort wie Gegenstände auf dem Touchscreen und Zielen per Bewegungssteuerung. Die Switch-2-Fassung geht einen Schritt weiter und verändert erstmals die Grundsteuerung. Das macht Ocarina of Time spielerisch moderner, ohne Aufbau und Rätsel anzutasten.
Amiibo, Jubiläums-Konsole und Zubehör
Zum Start erscheinen zwei neue Amiibo: der junge Link mit Navi und die junge Zelda, die die Okarina der Zeit in den Händen hält. Beide schalten exklusive Masken im Spiel frei. In den USA kostet jede Figur 24,99 US-Dollar.
Bereits seit heute, dem 29. Oktober, ist die Zelda 40th Anniversary Edition der Switch 2 erhältlich. Sie kommt mit Triforce-Design, passendem Pro Controller und Tragetasche. Wichtig: Das Spiel liegt der Konsole nicht bei, du kaufst es separat. Pro Controller und Tasche gibt es auch einzeln. Wenn du viel mobil spielst, helfen dir unsere Tipps zur Akkulaufzeit der Switch 2.
Ocarina of Time: Ein Klassiker mit Geschichte
Das Original erschien im November 1998 für das Nintendo 64. Es führte die Zielerfassung, kontextabhängige Aktionen und ein Dungeon-Design ein, das Actionadventures bis heute prägt. Link reist durch Hyrule, wechselt per Master-Schwert zwischen Kindheit und Erwachsenenalter und stellt sich Ganondorf.
2011 erschien bereits Ocarina of Time 3D für den Nintendo 3DS, entwickelt von Grezzo. Diese Fassung verbesserte Grafik und Bedienung, hielt sich aber eng an die Vorlage. Die neue Version geht deutlich weiter: Sie richtet sich an den Fernseher, ergänzt Sprachausgabe und baut Orte neu auf. Damit ist sie die erste Neuauflage, die das Spiel optisch komplett neu denkt.
Der Einfluss des Originals reicht weit über die Zelda-Reihe hinaus. Die Zielerfassung findet sich bis heute in unzähligen Actionspielen, vom Soulslike bis zum Actionrollenspiel. Auch die Idee, eine Welt in zwei Zeitebenen zu erleben, griffen spätere Spiele immer wieder auf. Kritiker zählen das Spiel seit Jahrzehnten regelmäßig zu den besten Videospielen aller Zeiten.
Teil eines großen Jubiläumsjahres
Die Neuauflage ist das Herzstück der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag der Reihe. In der Direct kündigte Nintendo außerdem Orchesterkonzerte an, die im Januar 2027 in Japan starten und im April auch nach London kommen. Hinzu kommen weitere Amiibo, neue Lego-Sets und eine Zelda-Ausstellung im Nintendo-Museum in Japan. Nintendo nutzt das Jubiläum also bewusst, um die Marke breit zu inszenieren.
Für wen lohnt sich Ocarina of Time auf Switch 2?
Nach allem, was bisher bekannt ist, spricht die Neuauflage unterschiedliche Gruppen an. Hier eine erste Einschätzung, die der Test noch bestätigen muss:
- Veteranen: Du kennst jeden Dungeon, bekommst aber neue Optik, Musik und Sprachausgabe. Die vertraute Struktur bleibt erhalten, die Erinnerung trifft auf ein frisches Spielgefühl.
- Einsteiger: Threads of Time, Sprint und freie Kamera senken die Hürde deutlich. Wer mit Breath of the Wild eingestiegen ist, lernt hier die klassische Zelda-Formel mit Dungeons und Gegenständen kennen.
- Sammler: Erstauflage mit Folien-Cover, zwei neue Amiibo und die Jubiläums-Konsole machen den Start besonders attraktiv.
- Handheld-Spieler: Die Abschnitte zwischen den Ladebildschirmen eignen sich gut für kurze Sessions unterwegs.
Ein Fragezeichen bleibt der Umfang. Wer das Original kennt, weiß, dass Ocarina of Time eher kompakt ist. Ohne zusätzliche Inhalte oder Master Quest hängt der Gegenwert stark davon ab, wie viel dir die neue Präsentation bedeutet.
Was zu Ocarina of Time noch offen ist
Eine Woche vor dem Start sind einige Punkte offiziell nicht bestätigt:
- Offen: Entwicklerstudio. Nintendo hat kein Studio genannt. Grezzo liegt wegen der 3DS-Fassung nahe, bestätigt ist das aber nicht.
- Offen: Master Quest. Ob der Remix-Modus mit umgebauten Dungeons enthalten ist, hat Nintendo nicht kommuniziert.
- Offen: neue Inhalte. Hinweise auf zusätzliche Dungeons gibt es bisher nicht.
- Offen: Technik. Auflösung und Bildrate im TV- und Handheld-Modus sind nicht offiziell beziffert.
- Offen: Speicherbedarf. Eine offizielle Angabe zur Dateigröße fehlt bislang.
- Offen: Maskenboni. Welche Masken die neuen Amiibo freischalten und ob ältere Zelda-Amiibo kompatibel sind, ist nicht geklärt.
Viele dieser Fragen dürften sich mit den ersten Tests kurz vor dem Release klären. Bis dahin solltest du Gerüchte zu Zusatzinhalten mit Vorsicht behandeln.
Einordnung: Kann der Klassiker 2026 bestehen?
Ocarina of Time gilt als Meilenstein, doch Spielgewohnheiten haben sich seit 1998 stark verändert. Nach Breath of the Wild und Tears of the Kingdom erwartet ein neues Publikum offene Welten und viel Freiheit. Nintendo antwortet darauf nicht mit einer Neuerfindung, sondern mit gezielten Komfortfunktionen. Threads of Time, Sprungtaste und Sprint glätten genau die Stellen, an denen das Original heute sperrig wirkt.
Spannend ist die Entscheidung, in Ocarina of Time Ladebildschirme und die klassische Struktur beizubehalten. Das spricht für Respekt vor der Vorlage und dürfte Veteranen gefallen. Für Einsteiger zeigt sich erst im Test, ob die Dungeons ohne moderne Hilfen zugänglich genug sind. Die Mikrofonfunktion und Zelda Notes wirken dagegen wie charmante Ideen, die das Jubiläum spürbar machen.
Strategisch setzt Nintendo mit Ocarina of Time ein klares Zeichen. Der Termin zwei Wochen vor dem Release von GTA 6 sichert dem Remake Aufmerksamkeit im Weihnachtsgeschäft. Wer danach noch ein zugängliches Abenteuer für die Switch 2 sucht, findet mit Dragon Quest Monsters: The Withered World Anfang Dezember die nächste Option. Weitere Details zur Ankündigung listet Gematsu übersichtlich auf.
FAQ: Häufige Fragen zum Ocarina of Time Remake
Wann erscheint Ocarina of Time für Switch 2?
Die Neuauflage von Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2. Nintendo hat das Datum am 8. September in der Zelda Direct zum 40. Jubiläum bekannt gegeben. Eine Version für die erste Switch ist nicht angekündigt, das Spiel läuft ausschließlich auf der neuen Konsole.
Was ist neu im Ocarina of Time Remake?
Das Remake bietet komplett neue Grafik, orchestrale Musik und vertonte Zwischensequenzen. Neu sind außerdem eine Sprungtaste, ein Sprint nach der Rolle, freie Kamerasteuerung und die Zielhilfe Threads of Time. Per Mikrofon kannst du Lieder summen, die Link dann auf seiner Okarina nachspielt.
Gibt es im Remake noch Ladebildschirme?
Ja. Nintendo behält die Ladebildschirme zwischen den Gebieten bewusst bei, um den Charakter des N64-Originals zu bewahren. Es handelt sich dabei um eine Designentscheidung. Nahtlose Übergänge zwischen Hylianischer Steppe, Dörfern und Dungeons wie in Breath of the Wild solltest du also nicht erwarten.
Was machen die neuen Amiibo?
Zum Start erscheinen Amiibo des jungen Link mit Navi und der jungen Zelda mit der Okarina. Beide schalten exklusive Masken im Spiel frei. Welche Masken das genau sind und ob ältere Zelda-Amiibo ebenfalls Boni bringen, hat Nintendo noch nicht vollständig erklärt.
Wer entwickelt das Remake?
Nintendo hat bislang kein Entwicklerstudio offiziell genannt. Gezeigt wurde das Spiel von Serienproduzent Eiji Aonuma, der schon beim Original von 1998 Regie führte. Das Studio Grezzo entwickelte 2011 die 3DS-Fassung, eine Beteiligung an der Switch-2-Version ist aber nicht bestätigt.
Lohnt sich Ocarina of Time für Zelda-Einsteiger?
Nach bisherigem Stand ja. Threads of Time zeigt dir jederzeit das nächste Ziel, Sprungtaste und Sprint machen die Steuerung zeitgemäß. Die klassische Struktur mit Dungeons, Rätseln und Gegenständen unterscheidet sich aber deutlich von Breath of the Wild. Wer offene Freiheit erwartet, sollte sich auf eine geführtere Reise einstellen.
