Drei Jahre nach der großen Enthüllung beim PlayStation Showcase ist es so weit: Phantom Blade Zero ist seit dem 29. Oktober 2026 für PlayStation 5 und PC erhältlich. Das Wuxia-Action-Rollenspiel des chinesischen Studios S-GAME startet mit einem Wertungsspiegel, der viele Branchengrößen alt aussehen lässt. Die Tests feiern einhellig das Kampfsystem. Gleichzeitig zeigen sie Schwächen bei Story, Leveldesign und Technik, die du vor dem Kauf kennen solltest.
Kurz gesagt: Phantom Blade Zero erreicht bei Metacritic 88 Punkte (PC) und auf OpenCritic 91 bis 92 Punkte. Kritiker loben das schnelle Kampfsystem, die Waffenvielfalt und die Bosse. Kritik gibt es an der blassen Erzählung, an der Navigation und an Bildrateneinbrüchen. Der Titel kostet auf dem PC ab 59,99 US-Dollar.
Phantom Blade Zero im Wertungsspiegel
Das Testembargo fiel am Abend des 25. Oktober 2026. Schon in den ersten Stunden pendelte sich der Metascore auf hohem Niveau ein. Laut einer Übersicht von The Loadout lag Phantom Blade Zero bei 88 Punkten auf Metacritic und bei 91 Punkten auf OpenCritic, alle dort erfassten Rezensenten empfahlen das Spiel. Spätere Zählungen sahen die PS5-Fassung bei 89 Punkten aus 30 Tests und die PC-Version bei 88 aus 35 Tests. Der OpenCritic-Durchschnitt stieg zeitweise auf 92.
Bemerkenswert ist vor allem die Breite des Lobs. Negative Tests gab es bei Metacritic in der ersten Welle keine, nur je eine gemischte Wertung pro Plattform. Für ein neues Studio mit einer im Westen kaum bekannten Marke ist das ein starkes Ergebnis.
Die wichtigsten Einzelwertungen
- TheGamer und PCGamesN: jeweils 100 von 100
- PlayStation Universe und Wccftech: jeweils 10 von 10
- IGN: 9 von 10 auf dem PC, inklusive Editors‘ Choice
- Push Square, GamingBolt, TheSixthAxis: jeweils 9 von 10
- GamePro: 90 von 100
- GameSpot: 8 von 10
- Video Games Chronicle (VGC): 80 von 100
- Eurogamer: 3 von 5 Sternen, bei Metacritic als 60 gewertet
Die Spannweite reicht damit von der Höchstnote bis zur 60. Diese Streuung ist typisch für Spiele, die in einem Bereich glänzen und in anderen Bereichen Kompromisse eingehen. Wer die Tests genauer liest, erkennt ein klares Muster: Die Kämpfe tragen das Spiel, der Rest fällt je nach Rezensent mehr oder weniger ins Gewicht.

Das Kampfsystem: Darum sind sich die Tests einig
Kein Element von Phantom Blade Zero wird so oft gelobt wie das Kampfsystem. IGN nennt das Spiel eines der besten Actionspiele seit langer Zeit und hebt die fein abgestimmte Schwierigkeitskurve hervor. Game Informer bezeichnet jede Waffe als eigenständig, VGC zählt die Kämpfe zu den schnellsten und spektakulärsten des Genres. Eurogamer vergleicht das Spielgefühl mit einem besonders temporeichen Sekiro.
Sha-Chi, Farbcodes und Phantom Edges
Im Zentrum steht Sha-Chi. Die Ressource dient in den meisten Bosskämpfen als eine Art Stagger-Leiste. Leerst du sie, öffnet sich ein langes Fenster für Kombos und die Lebensleiste des Gegners liegt frei. Spezialangriffe der Gegner kündigen sich mit klaren Farben an:
- Rot leuchtende Angriffe konterst du mit einem perfekten Ausweichen.
- Blau leuchtende Angriffe wehrst du mit einer Parade ab.
- Angriffe mit schwarzem Blitz lassen sich ausweichen.
Gut getimte Paraden oder Ausweichmanöver lösen sogenannte Ghosteps aus. Dazu kommt ein Arsenal aus mehr als 30 Primärwaffen und über 20 Phantom Edges als Sekundärwaffen. Du trägst jeweils zwei Klingen und zwei Phantom Edges und wechselst im Kampf blitzschnell zwischen ihnen. Ein Skilltree, Waffenupgrades und das Umschmieden von Ausrüstung ergänzen das System.
Bosse als Höhepunkt
TheGamer zählt die Bosskämpfe zu den größten Errungenschaften des Spiels, RPGamer sieht in ihnen den Grund, warum das Kampfsystem so stark wirkt. Push Square und GamingBolt loben zudem die Welt, die sich lohnend erkunden lässt. GamePro empfiehlt Phantom Blade Zero ausdrücklich allen, die eine Abwechslung zur klassischen Soulslike-Formel suchen. Das Spiel ist aggressiver und akrobatischer, verlangt aber dieselbe Präzision.
Story, Leveldesign und Balance: Hier liegen die Schwächen
So einig sich die Tests beim Kampf sind, so deutlich ist die Kritik an der Erzählung. Du spielst Soul, ein ehemaliges Mitglied des Ordens, dem ein Mord angehängt wurde. Seine früheren Weggefährten jagen ihn. Der sogenannte Flesh Sculptor rettet ihn mit einem verdorbenen Herzen, das ihn nur noch 66 Tage am Leben hält. Die Prämisse ist stark, die Umsetzung überzeugt viele Tester aber nicht.
IGN findet, die Geschichte gehe meist auf Nummer sicher. Noisy Pixel bezeichnet sie als unterentwickelt, Checkpoint Gaming als verworren. VGC beschreibt die Figuren als blass. Polygon zeigt sich etwas milder und nennt die Story zwar nicht spektakulär, aber aufrichtig und faszinierend.
Navigation und Tempo
Ein zweiter Kritikpunkt betrifft die Welt. Phantom Blade Zero bietet eine halboffene Struktur mit nichtlinearem Zugang zu Gebieten. VGC empfand die Level dennoch als zu linear, Checkpoint Gaming kritisiert eine frustrierende Navigation. Mehrere Tests bemängeln fehlende Kartenmarkierungen, Backtracking und unsichtbare Wände. IGN und PlayStation Universe nennen zudem kleinere Kamera-Macken.
Auch beim Tempo gibt es Abzüge. Critical Hits nennt normale Gegner repetitiv und einige Bosskämpfe zu lang. RPGamer stellt fest, dass Fortschrittssystem und Ressourcen-Ökonomie in der zweiten Spielhälfte an Wirkung verlieren.
Schwierigkeit: zu leicht oder zu hart?
Bei der Balance gehen die Meinungen auseinander. GameSpot empfand normale Gegner als zu leicht, während Bosse einen Wechsel auf die mittlere Stufe erzwangen. Gameblog.fr spricht von unbeholfenen Schwierigkeitsspitzen. GAMINGbible lobt dagegen die anpassbaren Einstellungen. Das Spiel bietet vier Stufen: Wayfarer, Pathbreaker, Hellwalker und 66 Days. Die letzte Stufe arbeitet mit Permadeath. Nach dem ersten Durchgang schaltest du ein New Game Plus frei.
Technik und Performance von Phantom Blade Zero
Technisch fällt das Bild gemischt aus, und es hängt stark von der Plattform ab. Optisch gehört Phantom Blade Zero laut VGC zu den schönsten Spielen auf Basis der Unreal Engine 5. Die Performance konnte aber nicht alle Tester überzeugen.
- PS5 Pro: Ein Test berichtet von deutlichen Problemen mit der Bildrate, selbst bei deaktiviertem Raytracing. Ein anderer spricht von weitgehend stabilen 60 FPS mit gelegentlichen Einbrüchen in Bosskämpfen.
- PC: Die Urteile widersprechen sich. Areajugones lobt eine gute Leistung selbst auf Mittelklasse-Hardware, Glitched Africa nennt die PC-Performance enttäuschend.
- Bugs: Die niedrigste Wertung begründet sich mit Fehlern, Bildrateneinbrüchen, schwacher Questführung und Problemen in den Bossarenen.
Ein Patch kurz vor dem Release soll einige, aber nicht alle Probleme behoben haben. Für den PC solltest du außerdem Platz einplanen: Die Installation belegt rund 145 GB, S-GAME empfiehlt 300 GB freien Speicher. Wenn du am PC das Maximum aus deiner Hardware holen willst, hilft dir unser Ratgeber zu Grafikeinstellungen, die wirklich FPS bringen.

Release, Preise und Spielzeit im Überblick
Ursprünglich sollte Phantom Blade Zero am 9. September 2026 erscheinen. S-GAME verschob den Start dann auf den 29. Oktober, um mehr Zeit für Feinschliff zu gewinnen. In Nordamerika ging das Spiel bereits am 28. Oktober um 19 Uhr Pazifikzeit online, in Europa entspricht das dem frühen Morgen des 29. Oktober.
| Eckdaten | Details |
|---|---|
| Entwickler und Publisher | S-GAME (Peking) |
| Plattformen | PlayStation 5, PC (Steam, Epic Games Store) |
| Release | 29. Oktober 2026 |
| Preis PC | 59,99 US-Dollar (Standard), 69,99 US-Dollar (Digital Deluxe) |
| Engine | Unreal Engine 5 |
| Spielzeit | laut Director 25 bis 30 Stunden Hauptspiel |
Die Angaben zur Spielzeit schwanken in den Tests. IGN spielte auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad rund 50 Stunden, GamesRadar sah nach 30 bis 35 Stunden ein schlechtes Ende. Insgesamt bietet das Spiel acht Enden, die von deinen Nebenquests abhängen.
Hintergrund: Von Rainblood zu Phantom Blade Zero
Hinter dem Projekt steht Soulframe Liang, mit bürgerlichem Namen Qiwei Liang. Er führt bei S-GAME Regie und produziert. Das Studio sitzt in Peking, die Motion-Capture- und Animationsarbeit entsteht in Shanghai, das Art-Team arbeitet in Hongkong, das globale Publishing in Los Angeles.
Die Wurzeln der Marke reichen weit zurück. Die Reihe begann als Rainblood und wurde später in Phantom Blade umbenannt. Neben den Originalen erschienen mehrere Mobile-Ableger. Liang nennt Phantom Blade Zero eine spirituelle Wiedergeburt des ersten Rainblood. Du brauchst aber keine Vorkenntnisse, denn die Geschichte ist neu.
Der große Auftritt kam am 24. Mai 2023 beim PlayStation Showcase. Der Trailer machte das Spiel international bekannt. Laut Wikipedia sorgte auch der Erfolg von Black Myth: Wukong dafür, dass zusätzliche Investorengelder flossen. Ursprünglich arbeitete das Team mit der Unreal Engine 4 und wechselte später auf die Unreal Engine 5.
Starke Vorzeichen bei den Verkäufen
Schon vor dem Release deuteten die Zahlen auf einen erfolgreichen Start hin. Acht Tage vor Launch schätzte das Analysehaus Alinea Analytics die Steam-Verkäufe auf rund 500.000 Exemplare und einen Bruttoumsatz von etwa 24 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Steam-Wunschlisten lag laut derselben Quelle am 20. Oktober bei etwa 2,5 Millionen.
Der wichtigste Markt ist China. Interessant ist die Überschneidung mit anderen Action-Hits: Laut Alinea haben 41 Prozent der Interessenten Black Myth: Wukong gespielt, 38 Prozent Elden Ring und 28 Prozent Sekiro: Shadows Die Twice. Solche Überschneidungen garantieren zwar keinen vergleichbaren Erfolg, zeigen aber, welche Zielgruppe S-GAME erreicht. Offizielle Verkaufszahlen nach dem Launch hat das Studio bislang nicht veröffentlicht.
Einordnung: Für wen lohnt sich Phantom Blade Zero?
Der Wertungsspiegel zeichnet ein klares Profil. Phantom Blade Zero ist ein Spiel für Menschen, die präzise, schnelle Kämpfe lieben und bereit sind, Muster zu lernen. Wenn dich Sekiro, Devil May Cry oder Ninja Gaiden begeistert haben, findest du hier eine der stärksten Alternativen des Jahres. TheGamer, Wccftech und andere Medien sprechen bereits von einem Kandidaten für das Spiel des Jahres.
Wer dagegen vor allem eine packende Geschichte oder eine durchdachte Spielwelt sucht, sollte die Kritikpunkte ernst nehmen. Die Story überzeugt die wenigsten Tester, und die Navigation sorgt bei mehreren Rezensenten für Frust. Auf der PS5 Pro lohnt sich ein Blick auf die nächsten Patches, falls du empfindlich auf Bildrateneinbrüche reagierst.
Im Vergleich mit anderen großen Action-Titeln des Jahres steht das Spiel gut da. Wie sich etwa Sonys Superheld schlägt, liest du in unserem Test zu Marvel’s Wolverine. Wenn du noch überlegst, ob PS5 oder PC die bessere Plattform für dich ist, hilft dir unser Ratgeber Konsole oder Gaming-PC 2026 weiter.
Weitere Details zur Entwicklungsgeschichte findest du im Wikipedia-Eintrag zu Phantom Blade Zero. Eine ausführliche Testübersicht mit Fokus auf Kampf und Technik bietet The Loadout, weitere Stimmen der US-Presse sammelt Kotaku.
Ausblick: Patches und Langzeitmotivation
Für S-GAME beginnt jetzt die wichtigste Phase. Die Kritik an Bildrate und Bugs lässt sich mit Updates angehen, Story und Leveldesign dagegen kaum. Entscheidend wird sein, wie schnell das Studio auf die Rückmeldungen der Spieler reagiert. Die Nutzerwertungen auf Metacritic und OpenCritic waren zum Zeitpunkt der ersten Testübersichten noch nicht verfügbar.
Langfristig sorgen New Game Plus, die acht Enden und der Permadeath-Modus 66 Days für Wiederspielwert. Wenn das Studio die technischen Baustellen in den kommenden Wochen schließt, hat Phantom Blade Zero gute Chancen, sich als eines der prägenden Actionspiele des Jahres 2026 zu etablieren. Für dich heißt das: Wenn dir das Kampfsystem wichtiger ist als alles andere, kannst du jetzt zugreifen. Ansonsten lohnt es sich, die ersten Patches abzuwarten.
FAQ: Häufige Fragen zu Phantom Blade Zero
Wann erscheint Phantom Blade Zero und für welche Plattformen?
Phantom Blade Zero ist am 29. Oktober 2026 für PlayStation 5 und PC erschienen. Auf dem PC bekommst du das Spiel über Steam und den Epic Games Store. In Nordamerika startete der Titel bereits am Abend des 28. Oktober. Eine Xbox-Fassung hat S-GAME nicht angekündigt, ein Early Access war ebenfalls nicht vorgesehen.
Wie gut sind die Wertungen von Phantom Blade Zero?
Die Wertungen sind sehr gut. Bei Metacritic liegt die PC-Fassung bei 88, die PS5-Version zeitweise bei 89 Punkten. Auf OpenCritic kommt das Spiel je nach Stand auf 91 bis 92 Punkte. Die Einzelnoten reichen von 100 bei TheGamer und PCGamesN bis zu 3 von 5 Sternen bei Eurogamer.
Was kostet Phantom Blade Zero?
Auf dem PC kostet die Standard-Edition 59,99 US-Dollar, die Digital Deluxe Edition 69,99 US-Dollar. Die Euro-Preise können je nach Shop und Plattform abweichen, deshalb lohnt sich ein Blick in den PlayStation Store oder auf Steam. Vorbestellungen waren seit dem 11. August 2026 möglich.
Wie lange dauert Phantom Blade Zero?
Director Soulframe Liang nannte vorab 25 bis 30 Stunden für die Hauptgeschichte. In den Tests fallen die Werte teils höher aus: IGN spielte auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad rund 50 Stunden, GamesRadar erreichte nach 30 bis 35 Stunden ein schlechtes Ende. Insgesamt gibt es acht mögliche Enden, die von Nebenquests abhängen.
Ist Phantom Blade Zero ein Soulslike?
Nur bedingt. Das Spiel teilt mit Soulslikes den Fokus auf Bosse, Paraden und Ausweichen, ist aber deutlich schneller und akrobatischer. Mehrere Tests empfehlen es gerade Spielern, die eine Abwechslung zur Soulslike-Formel suchen. Dazu gibt es vier Schwierigkeitsgrade, darunter einen Permadeath-Modus namens 66 Days.
Welche technischen Probleme hat Phantom Blade Zero?
Einige Tests berichten von Bildrateneinbrüchen, Glitches in der Levelgeometrie und gelegentlichen Hängern. Auf der PS5 Pro schwanken die Erfahrungen zwischen stabilen 60 FPS und deutlichen Problemen. Ein großer Patch vor dem Release hat laut mehreren Berichten einige Fehler behoben. Auf dem PC benötigst du rund 145 GB Speicherplatz.
