Unser Ghost of Yotei Test fällt eindeutig aus: Sucker Punch liefert einen der schönsten und packendsten Open-World-Titel der PS5. Die Rachegeschichte um die Söldnerin Atsu überzeugt mit einem flexiblen Kampfsystem, einer atemberaubenden Landschaft und vielen kleinen Ideen, auch wenn die offene Welt stellenweise vertraut wirkt.
Im Ghost of Yotei Test schauen wir uns an, was sich seit dem Erscheinen im Oktober 2025 getan hat. Dazu gehören der kostenlose Koop-Modus Legends und die Erweiterung Echoes of Sekigahara. So erfährst du, ob sich der Einstieg im Herbst 2026 lohnt.
Ghost of Yotei Test: Die wichtigsten Fakten
- Entwickler: Sucker Punch Productions, Publisher Sony Interactive Entertainment
- Release: 2. Oktober 2025, exklusiv für PS5
- Genre: Open-World-Action-Adventure im feudalen Japan
- Setting: das Jahr 1603 in Ezo, dem heutigen Hokkaido
- Kritikerschnitt: 87 Punkte bei OpenCritic, 94 Prozent der Kritiken empfehlen das Spiel
- Updates: Koop-Modus Legends im März 2026, Erweiterung Echoes of Sekigahara im Oktober 2026
Der offizielle Titel schreibt sich Ghost of Yōtei mit Querstrich über dem o. Gemeint ist der Berg Yotei, der als markanter Vulkan über der Spielwelt thront.
Story: Atsus Rache an den Yotei Six
Ghost of Yotei ist kein direkter Nachfolger von Ghost of Tsushima, sondern spielt gut 300 Jahre später. Du übernimmst Atsu, deren Familie in ihrer Kindheit von einer Bande ermordet wurde. Sechzehn Jahre später kehrt sie nach Ezo zurück und macht Jagd auf die Verantwortlichen.
Diese Bande nennt sich die Yotei Six. Ihre Mitglieder tragen Namen wie die Schlange, der Oni, der Kitsune, die Spinne und der Drache, angeführt von Lord Saito. Atsu hat ihre Namen auf ein Stück Stoff geschrieben und streicht sie nacheinander durch.
Erzählweise mit Rückblenden
Besonders stark ist der Wechsel zwischen Gegenwart und Kindheit. An bestimmten Orten wechselst du per Knopfdruck in die Vergangenheit und erlebst Atsus Erinnerungen an ihre Familie. Diese Momente geben der Rachegeschichte emotionale Tiefe.
Im Ghost of Yotei Test hat uns die Hauptfigur mehr berührt als Jin Sakai im Vorgänger. Atsu ist rau, wortkarg und doch verletzlich. Ihre Sprecherin trägt viel dazu bei, dass die Figur glaubwürdig wirkt.
Ezo und die Kultur der Ainu
Ezo war um 1603 kaum vom japanischen Shogunat erschlossen und vor allem die Heimat der Ainu, der indigenen Bevölkerung Hokkaidos. Das Spiel greift diese Kultur in Begegnungen, Siedlungen und Nebengeschichten auf. Dadurch wirkt die Welt fremder und rauer als das vertraute Tsushima.
Im Ghost of Yotei Test fiel uns positiv auf, wie respektvoll diese Elemente eingebunden sind. Sie dienen nicht als bloße Kulisse, sondern prägen einzelne Quests und Figuren spürbar mit.

Ghost of Yotei Test: Kampfsystem und Waffen
Das Herzstück ist der Nahkampf. Statt verschiedener Haltungen wie in Tsushima wechselst du hier zwischen mehreren Waffentypen, die jeweils gegen bestimmte Gegner stark sind.
- Katana: ausgewogene Allround-Waffe
- Doppel-Katana: schnell und stark gegen Speerträger
- Odachi: schweres Langschwert gegen große Gegner
- Yari: Speer mit Reichweite, ideal gegen Feinde mit zwei Klingen
- Kusarigama: Sichel mit Kette für Gruppen und Distanz
Dazu kommen Fernkampfwaffen wie Bogen und ein Luntenschlossgewehr. Gegner nehmen dir im Kampf auch einmal die Waffe ab, dann musst du improvisieren. Das sorgt für hektische, aber faire Gefechte.
Duelle und Schleichen
Die Duelle gegen Bossgegner gehören zu den Highlights. Sie verlangen präzises Parieren und das Lesen von Angriffsmustern. Wer lieber leise vorgeht, schleicht durch hohes Gras und schaltet Wachen einzeln aus.
Im Ghost of Yotei Test hat uns besonders der Wolf gefallen, der Atsu nach einer bestimmten Mission begleitet. Er greift in Kämpfe ein und lockert die Begegnungen auf. Die Gegnerintelligenz bleibt allerdings auf solidem, nicht überragendem Niveau.
Fortschritt und Ausrüstung
Neue Fähigkeiten schaltest du in mehreren Talentbäumen frei, getrennt nach Waffen und Spielstil. Beim Schmied verbesserst du Klingen und Rüstungen mit gesammelten Materialien. Talismane geben dir zusätzliche Boni, etwa mehr Schaden nach einer perfekten Parade.
Das System ist übersichtlich und belohnt Experimente. Im Ghost of Yotei Test haben wir fast jede Waffe regelmäßig genutzt, weil sich jede Investition sofort im Kampf bemerkbar macht.
Offene Welt: Ezo zwischen Schnee und Blütenmeer
Ezo ist wild, rau und unglaublich schön. Von verschneiten Bergen über goldene Grasfelder bis zu Blumenwiesen deckt die Welt viele Stimmungen ab. Den Weg zeigt dir wieder der Leitwind, eine Minimap gibt es nicht.
Kleine Ideen mit großer Wirkung
Atsu kann jederzeit ein Lagerfeuer aufschlagen, Essen kochen und mit Nebenfiguren sprechen. Auf ihrer Shamisen spielt sie Melodien, die neue Wege aufzeigen. Beim Malen mit Tusche kannst du Landschaften festhalten, ein ruhiger Gegenpol zu den Kämpfen.
- Kopfgelder: Atsu jagt gesuchte Verbrecher für Geld und Ausrüstung.
- Heiße Quellen und Bambusübungen: Die bekannten Aktivitäten aus Tsushima sind zurück.
- Kartenhändler: Du kaufst Karten, um verborgene Orte aufzudecken.
Wo die offene Welt schwächelt
Nicht alles ist neu. Viele Lager und Nebenaufgaben folgen dem bekannten Muster aus Erkunden, Befreien und Belohnen. Nach 30 Stunden schleicht sich daher eine gewisse Routine ein, die nur die starken Story-Missionen durchbrechen.
Soundtrack und Atmosphäre
Der Soundtrack verbindet traditionelle Instrumente wie Shamisen und Flöten mit orchestralen Passagen. In ruhigen Momenten hörst du oft nur Wind, Tiere und das Knistern des Lagerfeuers. Genau diese Zurückhaltung macht die großen Kämpfe umso wuchtiger.
Auch die deutsche Vertonung ist gelungen, wer mag, wählt aber die japanische Sprachausgabe mit Untertiteln. Im Ghost of Yotei Test haben wir beide Varianten ausprobiert und empfehlen für maximale Atmosphäre die japanische Fassung.
Schwierigkeitsgrade und Barrierefreiheit
Mehrere Schwierigkeitsgrade erlauben dir, das Spiel als entspannte Reise oder als knallharte Samurai-Prüfung zu erleben. Dazu kommen umfangreiche Optionen zur Barrierefreiheit, etwa für Untertitel, Steuerung und Zielhilfen. Einsteiger finden sich so schnell zurecht, Profis bekommen echte Herausforderungen.
Technik: Grafik, Modi und Performance
Optisch spielt Ghost of Yotei in der Oberliga. Die weiten Sichtweiten, dichte Vegetation und Lichtstimmungen bei Sonnenuntergang beeindrucken auch ein Jahr nach Release. Auf der PS5 Pro profitiert das Spiel zusätzlich von einer verbesserten Darstellung.
Neben dem Kurosawa-Modus in Schwarz-Weiß bietet das Spiel neue Filmmodi, darunter einen Modus mit Lo-Fi-Soundtrack. Die Ladezeiten sind dank SSD minimal. Achte darauf, genug Speicher frei zu haben, Tipps findest du in unserem Guide zum PS5-Speicher erweitern.
Bugs und Stabilität:
Während unseres Ghost of Yotei Test traten keine gravierenden Fehler auf. Kleinere Clipping-Probleme und gelegentlich hakelige Kamera in engen Räumen trüben das Bild nur minimal. Die Patches seit Release haben weitere Kleinigkeiten behoben.

Legends und Echoes of Sekigahara: Was nach dem Release kam
Sucker Punch hat das Spiel seit dem Launch deutlich erweitert. Seit dem 10. März 2026 gibt es mit Patch 1.5 den kostenlosen Koop-Modus Legends für bis zu vier Personen. Er bietet eine Story-Kampagne mit zwölf Missionen, einen Überlebensmodus und Bosse aus der Mythologie.
- Klassen: Samurai, Bogenschütze, Söldner und Shinobi
- Inhalte: vier Karten, große Bosse und später ein Raid
- Preis: kostenlos für Besitzer des Hauptspiels
Am 1. Oktober 2026 erschien zudem die kostenpflichtige Erweiterung Echoes of Sekigahara. Sie erzählt in Rückblenden von Atsus Zeit auf dem Festland und führt ein neues Tal ein. Mit Version 2.0 kam außerdem der kostenlose Roguelite-Modus Most Wanted dazu.
Lohnt sich Legends auch allein?
Legends ist klar auf Gruppen ausgelegt. Mit zufällig zusammengewürfelten Mitspielern funktioniert das Matchmaking gut, im Team mit Freunden entfaltet der Modus aber erst seinen Reiz. Für unseren Ghost of Yotei Test war Legends ein echter Bonus, der die Spielzeit um viele Stunden verlängert.
Wie gut ist die Erweiterung?
Erste Kritiken sehen die Erweiterung solide, aber weniger stark als das Hauptspiel. Der Metascore lag kurz nach Release bei 82 Punkten, basierend auf wenigen Tests. Wer Ezo liebt, bekommt mehr vom Gleichen in guter Qualität.
Ghost of Yotei Test im Vergleich zu anderen PS5-Hits
Im Vergleich mit anderen großen Action-Titeln schlägt sich Ghost of Yotei sehr gut. Marvel’s Wolverine bietet härtere Action, schwächelt aber bei der Geschichte, wie unser Wolverine Test zeigt. Wer lieber Horror mag, greift zu Resident Evil Requiem.
| Kriterium | Ghost of Yotei | Ghost of Tsushima |
|---|---|---|
| Setting | Ezo, 1603 | Tsushima, 1274 |
| Hauptfigur | Atsu | Jin Sakai |
| Kampfsystem | Waffenwechsel | Haltungen |
| Koop-Modus | Legends (seit März 2026) | Legends (nachgereicht) |
| Plattform | PS5 | PS4, PS5, PC |
Tsushima erschien später auch für den PC. Eine PC-Version von Ghost of Yotei hat Sony bisher nicht angekündigt, aufgrund der bisherigen Strategie gilt sie als denkbar, ist aber reine Spekulation.
Für wen lohnt sich Ghost of Yotei?
Wenn du offene Welten, Samurai-Filme und eine emotionale Rachegeschichte magst, ist das Spiel ein Pflichtkauf. Die Hauptgeschichte dauert rund 25 bis 30 Stunden, mit Nebenaufgaben kommst du leicht auf über 50 Stunden. Durch Legends und die Erweiterung bekommst du heute deutlich mehr Inhalt für dein Geld als zum Start.
Pro und Contra aus unserem Ghost of Yotei Test:
- Pro: spektakuläre Landschaft, abwechslungsreiches Waffensystem, starke Hauptfigur, berührende Rückblenden, viel Zusatzinhalt
- Contra: bekannte Open-World-Struktur, gelegentlich hakelige Kamera, durchschnittliche Gegnerintelligenz
Infos zu Editionen und Erweiterung findest du auf der offiziellen PlayStation-Seite zu Ghost of Yotei. Das Spiel richtet sich an Erwachsene, die Alterskennzeichnung kannst du bei der USK nachschlagen.
Auch mit Blick auf die nächste Konsolengeneration lohnt sich der Kauf. Mehr zum Zeitplan liest du in unserem Artikel Wann kommt PS6?
Fazit zum Ghost of Yotei Test: Wertung 88 von 100
Unser Ghost of Yotei Test zeigt ein Spiel, das seinen großen Vorgänger in vielen Punkten übertrifft. Atsu ist eine starke Heldin, das Waffensystem macht Kämpfe abwechslungsreicher, und Ezo zählt zu den schönsten Spielwelten dieser Generation. Nur die vertraute Open-World-Formel verhindert eine noch höhere Wertung.
Mit dem kostenlosen Legends-Modus und der Erweiterung Echoes of Sekigahara ist das Paket im Herbst 2026 runder denn je. Wer eine PS5 besitzt, sollte sich Atsus Reise nicht entgehen lassen.
Häufige Fragen zum Ghost of Yotei Test
Wie lange dauert Ghost of Yotei?
Die Hauptgeschichte dauert rund 25 bis 30 Stunden. Mit Nebenaufgaben und Erkundung kommst du auf mehr als 50 Stunden.
Muss ich Ghost of Tsushima gespielt haben?
Nein. Ghost of Yotei spielt rund 300 Jahre später mit neuer Hauptfigur und erzählt eine eigenständige Geschichte.
Gibt es Ghost of Yotei für den PC?
Stand Ende Oktober 2026 ist das Spiel nur für PS5 erhältlich. Eine PC-Version hat Sony bisher nicht angekündigt.
Hat Ghost of Yotei einen Koop-Modus?
Ja. Seit März 2026 gibt es den kostenlosen Modus Legends, in dem bis zu vier Personen gemeinsam Missionen spielen.
Was ist Echoes of Sekigahara?
Die kostenpflichtige Erweiterung erschien am 1. Oktober 2026. Sie erzählt von Atsus Vergangenheit auf dem Festland und fügt ein neues Gebiet hinzu.
