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· 24.10.2026

Silksong Test: Hart, wunderschön und riesig

Unser Silksong Test zeigt, warum Team Cherrys Metroidvania trotz harter Bosse und langer Laufwege zu den besten Spielen des Genres gehört.

Hollow Knight: Silksong im Test: Hart, schön und riesig

Über sechs Jahre nach der Ankündigung im Februar 2019 ist es passiert: Hollow Knight: Silksong ist am 4. September 2025 erschienen, gleichzeitig für PC, Switch, Switch 2, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X|S. Der Ansturm war so groß, dass mehrere Shops zum Start in die Knie gingen. In unserem Silksong Test zeigen wir dir, ob Team Cherry die gewaltigen Erwartungen erfüllt und für wen die harte Reise durch Pharloom gemacht ist.

Kurz gesagt: Hollow Knight: Silksong ist ein meisterhaft gebautes Metroidvania mit präziser Steuerung, riesiger Welt und herausragender Kunst. Die teils überzogene Härte, lange Rückwege zu Bossen und knappe Währung kosten Punkte. Für rund 20 Euro bekommst du trotzdem mehr Spiel als bei vielen Vollpreistiteln. Unsere Wertung: 9,0 von 10.

Silksong Test: Ein Indie-Phänomen

Silksong begann 2014 als geplante Erweiterung für Hollow Knight, finanziert über ein Kickstarter-Ziel. Daraus wurde ein eigenständiges Spiel, an dem das kleine australische Studio Team Cherry jahrelang feilte. Die Wartezeit machte Silksong zu einem der meistdiskutierten Spiele der Branche.

Der Start gab den Fans recht. Am ersten Tag spielten über 500.000 Menschen gleichzeitig, das Spiel führte die Verkaufscharts von Steam und dem Nintendo eShop an. Bis Dezember 2025 verkaufte Team Cherry mehr als sieben Millionen Exemplare. Auch der Game Pass bot das Spiel ab dem ersten Tag an.

Die Kritik ist sich weitgehend einig. Bei Metacritic erreicht Silksong je nach Plattform 90 bis 94 Punkte, auf OpenCritic empfehlen 97 Prozent der Kritiker das Spiel. Bei den Steam Awards 2025 wurde es zum Spiel des Jahres gekürt. Alle Eckdaten bündelt der Wikipedia-Artikel zu Hollow Knight: Silksong.

Seidenfäden im Morgentau als Sinnbild für den Silksong Test
Foto: Rafael Garcin / Unsplash

Story und Setting: Hornet in Pharloom

Statt des stummen Ritters aus dem Vorgänger steuerst du diesmal Hornet, die Beschützerin von Hallownest. Verschleierte Insekten nehmen sie gefangen und verschleppen sie in das fremde Königreich Pharloom, ein Land der Pilger, die zur leuchtenden Zitadelle an der Spitze aufsteigen wollen.

Hornet befreit sich und kämpft sich durch Gebiete, die vom sogenannten Haunting heimgesucht werden, einer Kraft, die Insekten in den Wahnsinn treibt. Nach und nach enthüllt die Geschichte das Erbe von Grand Mother Silk, einer gottgleichen Herrscherin, und der Weberinnen, die sich gegen sie stellten. Je nach deinen Entscheidungen erlebst du verschiedene Enden.

Hornet ist dabei eine ganz andere Heldin als der Ritter. Sie spricht, kommentiert ihre Umgebung und tritt den Bewohnern Pharlooms selbstbewusst gegenüber. Das verleiht der Erzählung mehr Persönlichkeit, ohne den rätselhaften Ton der Reihe aufzugeben. Viele Hintergründe erschließen sich weiterhin erst, wenn du Gespräche, Inschriften und Details der Umgebung genau beachtest.

Atmosphäre in Handarbeit

Der Weg führt durch Korallenwälder, moosige Grotten, vergoldete Städte und neblige Moore. Die handgezeichnete Grafik wirkt noch detailreicher als im Vorgänger. Die Musik von Christopher Larkin erzeugt erneut eine dichte, melancholische Stimmung. Kunst, Soundtrack und Schreibstil gehören zu den meistgelobten Aspekten in jedem Silksong Test der Fachpresse.

Gameplay: Schneller, beweglicher, vielseitiger

Schon in den ersten Minuten im Silksong Test wird klar: Hornet bewegt sich deutlich agiler als der Ritter. Sprints, Sprünge und Abwärtsangriffe gehen flüssig ineinander über, die Steuerung reagiert präzise. Im Laufe des Spiels erweiterst du ihr Repertoire um Fähigkeiten wie einen Greifhaken, einen Gleitumhang, das Klettern an Wänden und einen Seidenflug.

Heilen mit Seide

Geheilt wird über die Seidenleiste. Sie füllt sich im Kampf, und eine einzige Aktion stellt drei Masken auf einmal wieder her. Das verändert den Rhythmus spürbar. Du wählst Heilmomente gezielt, weil ein unterbrochener Versuch wertvolle Seide kostet. Später schaltest du Seidenfähigkeiten frei, die als mächtige Spezialangriffe dienen.

Werkzeuge und Wappen

Die größte Neuerung im Silksong Test sind die Werkzeuge und Wappen:

  • Rote Werkzeuge: offensive Hilfsmittel wie Wurfwaffen und Fallen mit begrenzten Ladungen, die du an Bänken mit Muschelsplittern auffüllst.
  • Blaue und gelbe Werkzeuge: passive Effekte, die Hornets Werte und Fähigkeiten verbessern.
  • Wappen: verändern Ausrüstungsplätze und Kampfstil grundlegend, jedes mit eigener Mechanik.

Damit baust du dir Hornet nach deinem Spielstil zusammen. Wer lieber auf Distanz bleibt, setzt auf Wurfwaffen, wer den Nahkampf liebt, wählt ein aggressives Wappen.

Aufträge an der Anschlagtafel

Neu ist ein Auftragssystem. An Anschlagtafeln nimmst du Wünsche der Bewohner an, jagst seltene Kreaturen oder sammelst Materialien. Ein Menü behält den Überblick über alle laufenden Aufgaben. Das gibt der Erkundung ein klareres Ziel als im Vorgänger.

Wenn du gern Metroidvanias spielst, lohnt auch ein Blick auf die Konkurrenz. Wie ein Klassiker des Genres zurückkehrt, liest du in unserem Bericht zu den Wertungen zu Castlevania: Belmont’s Curse.

Schwierigkeit: Die Kehrseite im Silksong Test

Der Schwierigkeitsgrad ist der häufigste Kritikpunkt. Schon früh verursachen viele Gegner doppelten Schaden, einige Bosse liegen weit von der letzten Bank entfernt. Nach jeder Niederlage musst du lange Rückwege zurücklegen. Dazu kommen anspruchsvolle Sprungpassagen, bei denen du Abwärtsschläge auf Gegner und Hindernisse präzise timen musst.

Das Sammeln der Währung Rosenkränze für Händler und Karten wirkt stellenweise zäh. Team Cherry hat mit dem ersten Patch im September 2025 einige frühe Bosse entschärft, wie unter anderem Pure Xbox berichtete. An der grundsätzlichen Ausrichtung hat sich aber nichts geändert.

Frust oder Belohnung?

Die Reaktionen gehen auseinander. Viele Spieler empfinden den Triumph über einen harten Boss als einzigartig belohnend. Andere brechen frustriert ab. Kurz nach dem Start tauchten sogar Fan-Mods auf, die das Spiel leichter machen. Unsere Einschätzung im Silksong Test: Wenn du mit dem Vorgänger Schwierigkeiten hattest, wirst du sie hier eher verstärkt erleben.

Ein präziser Controller ist bei dieser Härte Pflicht. Hakt dein Stick, helfen dir unsere Tipps, um Controller-Drift zu beheben. Langfristig lohnen sich Modelle mit Hall-Effect-Sticks, die kaum verschleißen.

Moosige Grotte im Nebel wie im Silksong Test erkundet
Foto: Jonny Gios / Unsplash

Technik und Plattformen

Silksong läuft nach übereinstimmenden Berichten auf allen Systemen flüssig und sauber. Die 2D-Grafik stellt keine hohen Anforderungen, wirkt aber dank vieler Animationsdetails lebendig. Bei Metacritic schneidet die Fassung für die erste Switch mit 94 Punkten sogar am besten ab, PS5 und Switch 2 folgen mit 92 und 91 Punkten.

Gerade unterwegs spielt sich Silksong hervorragend, weil kurze Abschnitte zwischen zwei Bänken gut in eine Bahnfahrt passen. Mit unseren Tipps holst du mehr aus der Switch 2 Akkulaufzeit heraus. Auf dem PC unterstützt das Spiel neben Windows auch macOS und Linux.

Umfang und Zukunft

Beim Umfang glänzt Silksong im Silksong Test besonders. Für den Abspann solltest du je nach Spielweise 30 bis 40 Stunden einplanen, wer alle Geheimnisse, Aufträge und Enden sehen will, braucht deutlich länger. Eine Vielzahl neuer Gegnertypen und zahlreiche Bosse sorgen für Abwechslung.

Auch die Zukunft ist gesichert. Am 15. Dezember 2025 kündigte Team Cherry mit Sea of Sorrow die erste kostenlose Erweiterung an. Sie führt laut Gematsu auf und unter das Meer und bringt neue Gebiete, Bosse und Werkzeuge. Damit wächst das ohnehin große Spiel weiter.

Silksong Test im Vergleich zum Vorgänger

Der Vergleich mit Hollow Knight aus dem Jahr 2017 zeigt, wie konsequent Team Cherry das Konzept weiterentwickelt hat. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede aus unserem Silksong Test zusammen:

AspektHollow KnightSilksong
Hauptfigurder stumme RitterHornet
KönigreichHallownestPharloom
HeilungSeele, Maske für MaskeSeide, drei Masken auf einmal
AusrüstungAmuletteWerkzeuge und Wappen
Nebenaufgabenkaum strukturiertWünsche an Anschlagtafeln

Spürbar ist vor allem das höhere Tempo. Hornet greift schneller an, bewegt sich weiter und verlangt dir mehr Reaktionsvermögen ab. Der Vorgänger wirkte dagegen bedächtiger und erlaubte mehr Fehler.

Für wen lohnt sich Silksong?

  1. Fans von Hollow Knight: Du bekommst mehr von allem, was du liebst, in einem schnelleren und vielseitigeren Gewand.
  2. Genre-Kenner: Wer Metroidvanias wie Ori oder Castlevania mag, findet hier eines der ausgefeiltesten Beispiele der letzten Jahre.
  3. Herausforderungssucher: Bosse und Sprungpassagen fordern dich bis zuletzt und belohnen Geduld.
  4. Spieler mit kleinem Budget: Kaum ein Spiel bietet so viele Stunden für so wenig Geld.

Weniger Freude hast du, wenn du Frust schlecht verträgst oder nur wenig Zeit am Stück zum Spielen hast. Lange Rückwege nach Niederlagen kosten Geduld und Zeit.

Tipps für deinen Einstieg

Mit ein paar Kniffen startest du entspannter in Pharloom. Diese Hinweise haben sich im Silksong Test bewährt:

  • Heile früh: Warte nicht bis zur letzten Maske, denn drei Masken auf einmal retten dich oft vor dem Bildschirmtod.
  • Nutze Werkzeuge: Wurfwaffen und Fallen machen viele Bosse deutlich leichter. Fülle die Ladungen regelmäßig an Bänken auf.
  • Spare Rosenkränze: Investiere zuerst in Karten und nützliche Ausrüstung, bevor du Kleinigkeiten kaufst.
  • Wechsle Wappen: Passt ein Kampfstil nicht zu einem Boss, probiere ein anderes Wappen aus.

Pro und Contra im Silksong Test

Pro

  • präzise, schnelle Steuerung mit agiler Heldin
  • riesige, abwechslungsreiche Welt mit dichter Atmosphäre
  • herausragende Handzeichnungen und Soundtrack
  • Werkzeuge und Wappen erlauben verschiedene Spielstile
  • Auftragssystem gibt der Erkundung klare Ziele
  • enormer Umfang zum niedrigen Preis

Contra

  • früh sehr hoher Schaden durch Gegner
  • lange Rückwege zu einigen Bossen
  • Währungssuche wirkt stellenweise zäh
  • einige Sprungpassagen frustrieren mehr, als sie fordern

Fazit: Silksong Test mit Wertung

Hollow Knight: Silksong hat die lange Wartezeit gerechtfertigt. Team Cherry liefert ein Metroidvania mit großartigem Leveldesign, enormem Umfang und einer der besten Steuerungen des Genres. Hornet spielt sich schneller und vielseitiger als der Ritter, die Werkzeuge und Wappen bringen echte Tiefe in den Kampf.

Die teils überzogene Härte und lange Laufwege kosten Punkte. Sie schmälern die Qualität aber vor allem für Spieler, die mit dem fordernden Ansatz grundsätzlich wenig anfangen können. Wenn du Herausforderungen liebst, findest du hier eines der besten Spiele der letzten Jahre. Das Ergebnis aus unserem Silksong Test ist eindeutig: ein moderner Klassiker mit Ecken und Kanten.

Wertung: 9,0 von 10

FAQ: Häufige Fragen zum Silksong Test

Wie schneidet Hollow Knight: Silksong im Silksong Test ab?

Wir vergeben 9,0 von 10 Punkten. Steuerung, Leveldesign, Kunst und Umfang sind herausragend. Abzüge gibt es für den teils überzogenen Schwierigkeitsgrad, lange Rückwege zu Bossen und die zähe Währungssuche. Bei Metacritic erreicht das Spiel je nach Plattform 90 bis 94 Punkte, auf OpenCritic empfehlen es 97 Prozent der Kritiker.

Ist Silksong schwerer als Hollow Knight?

Ja, in den Augen vieler Kritiker und Spieler ist Silksong vor allem zu Beginn härter. Gegner verursachen früh doppelten Schaden, und einige Bosse liegen weit von der nächsten Bank entfernt. Team Cherry hat mit dem ersten Patch einige frühe Bosse entschärft, der fordernde Grundcharakter bleibt aber erhalten.

Wie lange dauert Hollow Knight: Silksong?

Bis zum Abspann brauchst du je nach Spielweise etwa 30 bis 40 Stunden. Wer alle Aufträge erledigt, sämtliche Geheimnisse findet und die verschiedenen Enden sehen will, ist deutlich länger beschäftigt. Mit der angekündigten kostenlosen Erweiterung Sea of Sorrow kommen zudem weitere Gebiete, Bosse und Werkzeuge hinzu.

Auf welchen Plattformen ist Silksong erhältlich?

Silksong ist am 4. September 2025 für PC mit Windows, macOS und Linux erschienen, außerdem für Nintendo Switch, Switch 2, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X|S. Abonnenten des Xbox Game Pass konnten das Spiel ab dem ersten Tag ohne Aufpreis spielen.

Muss ich Hollow Knight gespielt haben, bevor ich Silksong spiele?

Nein, Silksong erzählt eine eigenständige Geschichte im neuen Königreich Pharloom. Hornet kennst du zwar aus dem Vorgänger, doch die Handlung setzt kein Vorwissen voraus. Wer Hollow Knight kennt, versteht einige Anspielungen besser und ist spielerisch besser auf die Härte vorbereitet.

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