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· 26.10.2026

Resident Evil Requiem Test: Horror und Action in Bestform

Im Resident Evil Requiem Test überzeugt Capcom mit Graces beklemmendem Survival-Horror und Leons Action. Wir zeigen Stärken, Schwächen und Wertung.

Resident Evil Requiem im Test: Zurück nach Raccoon City

28 Jahre nach der Zerstörung von Raccoon City kehrt Capcom an den Ort zurück, an dem für viele Fans alles begann. Resident Evil Requiem ist am 27. Februar 2026 für PS5, Xbox Series X|S, PC und Nintendo Switch 2 erschienen. In unserem Resident Evil Requiem Test zeigen wir dir, warum der neunte Hauptteil zu den besten der Reihe gehört und wo er trotzdem schwächelt.

Kurz gesagt: Resident Evil Requiem verbindet zwei Spielweisen in einem Spiel. Mit FBI-Analystin Grace Ashcroft erlebst du klassischen, beklemmenden Survival-Horror, mit Leon S. Kennedy wuchtige Action. Die Mischung funktioniert hervorragend, nur im späten Spielverlauf kommt Grace zu kurz. Unsere Wertung: 9,0 von 10.

Resident Evil Requiem Test: Rekordstart und Top-Wertungen

Regie führte Koshi Nakanishi, der bereits Resident Evil 7 verantwortete. Ursprünglich war das Projekt als Online-Spiel mit offener Welt geplant, um 2021 baute das Team es aber zu einem klassischen Einzelspieler-Titel um. Es ist der erste Teil der Reihe, der ausschließlich für die aktuelle Konsolengeneration entwickelt wurde.

Die Kritik fiel überragend aus. Bei Metacritic liegt das Spiel je nach Plattform zwischen 89 und 93 Punkten:

  • Xbox Series X|S: 93 Punkte
  • PC: 92 Punkte
  • Switch 2: 90 Punkte
  • PS5: 89 Punkte

Auf OpenCritic empfehlen 96 Prozent der Kritiker den Titel. Auch kommerziell setzt Requiem Maßstäbe: Fünf Millionen verkaufte Exemplare in fünf Tagen machten es zum am schnellsten verkauften Teil der Serie, bis Juli 2026 stieg die Zahl auf acht Millionen. Die Eckdaten findest du gebündelt im Wikipedia-Artikel zu Resident Evil Requiem.

Verlassener Krankenhausflur als Schauplatz im Resident Evil Requiem Test
Foto: vuk burgic / Unsplash

Story und Setting: Zurück in die Ruinen

Die Handlung spielt im Oktober 2026. Grace Ashcroft, eine neue Hauptfigur, untersucht als FBI-Analystin eine Reihe rätselhafter Todesfälle unter Überlebenden der Raccoon-City-Katastrophe. Ihre Ermittlungen enden abrupt, als sie vom ehemaligen Umbrella-Wissenschaftler Victor Gideon entführt wird.

Parallel dazu ist Leon S. Kennedy als Agent der DSO im Einsatz. Die Wege der beiden kreuzen sich mehrfach, und die Geschichte verknüpft neue Figuren geschickt mit der Seriengeschichte. Langjährige Fans entdecken zahlreiche Anspielungen, Neulinge finden trotzdem einen verständlichen Einstieg.

Schauplätze mit Geschichte

Requiem schickt dich durch vier zentrale Orte:

  1. Wrenwood Hotel: ein düsterer Auftakt mit ersten Schreckmomenten.
  2. Rhodes Hill Chronic Care Center: eine Klinik, in der Grace ums Überleben kämpft.
  3. ARK-Anlage: ein Forschungskomplex mit Bezug zur Umbrella-Vergangenheit.
  4. Ruinen von Raccoon City: das emotionale Herzstück für alle, die Teil 2 und 3 gespielt haben.

Gerade die Rückkehr nach Raccoon City nutzt Capcom für starke Momente. Gleichzeitig wirken einige Parallelen zu Resident Evil 2 eher wie ein Echo als wie eine neue Idee. Unser Resident Evil Requiem Test sieht hier Licht und Schatten.

Gameplay mit Grace: Survival-Horror pur

Graces Kapitel sind der Kern unseres Resident Evil Requiem Test. Hier spielt Requiem seine Stärken als Horrorspiel voll aus. Munition und Heilmittel sind knapp, das Inventar ist begrenzt, und Grace ist keine Kämpferin. Laut PC Gamer startet sie mit einem Revolver, in dem nur eine einzige Patrone steckt.

Schleichen statt schießen

Grace verlässt sich auf Heimlichkeit. Du merkst dir Laufwege, weichst Gegnern wie einem messerschwingenden Zombie-Koch aus und planst jeden Raum. In der Klinik musst du drei Quarzblöcke finden, um zu entkommen, was zu Rätseln in Ost- und Westflügel führt. Ein Wesen, das Grace unablässig verfolgt, sorgt für einige der beklemmendsten Sequenzen der Seriengeschichte.

Ressourcen und Schwierigkeit

Du stellst Munition per Crafting selbst her, hast aber selten mehr als ein paar Schuss im Lauf. Der Schwierigkeitsgrad Classic richtet sich an Serienkenner. Daneben gibt es eine storyorientierte Stufe mit schwächeren Gegnern und mehr Ressourcen sowie eine Variante mit weniger strengem Speichersystem. Für Einsteiger ist das ein fairer Kompromiss.

Ein guter Kopfhörer verstärkt den Schrecken enorm, weil du Gegner oft hörst, bevor du sie siehst. Worauf du bei der Wahl achten solltest, erklärt unser Ratgeber Gaming-Headset kaufen.

Gameplay mit Leon: Action mit Wucht

Im Resident Evil Requiem Test bilden Leons Abschnitte das Gegenstück. Er kämpft mit Pistole, Revolver, Schrotflinte, Gewehr und einer Kampfaxt, alle Waffen lassen sich modifizieren. Das Paradesystem reagiert präzise und ist leicht zu erlernen, Finisher und Kombos sorgen für Tempo.

Die Inszenierung setzt auf große Momente. Ein Kampf in einer Kirche, eine Scharfschützenpassage auf einem Balkon und eine Motorradjagd durch Raccoon City gegen Victor Gideon gehören zu den Höhepunkten. Leon wirkt dabei wie eine Verbeugung vor Resident Evil 4, ohne es bloß zu kopieren.

Ego oder Schulterblick: Du entscheidest

Eine der besten Ideen im Resident Evil Requiem Test: Beide Figuren lassen sich wahlweise aus der Ego-Perspektive oder der Third-Person-Ansicht spielen. Grace wirkt aus der Ego-Sicht besonders bedrohlich, Leon spielt sich mit Schulterkamera dynamischer. Wer sich in den härtesten Horrorszenen überfordert fühlt, wechselt einfach die Ansicht.

Technik: RE Engine auf allen Plattformen stark

Die RE Engine liefert dichte, düstere Schauplätze mit beeindruckender Beleuchtung. Feuchte Wände, flackernde Lampen und detaillierte Gegnermodelle machen die Atmosphäre greifbar. Der Resident Evil Requiem Test bestätigt, was viele Fachmedien schreiben: Die Technik gehört zur Spitze des Genres.

Auch der Ton trägt viel zur Wirkung bei. Knarrende Dielen, entfernte Schritte und das Atmen verborgener Gegner erzeugen eine permanente Anspannung. Gerade in Graces Abschnitten wird der Klang zum wichtigsten Werkzeug, weil du Bedrohungen oft nur hörst. Leons Kapitel setzen dagegen auf druckvolle Waffensounds und eine treibende Musikuntermalung. Wenn du die Atmosphäre voll auskosten willst, spielst du am besten abends mit Kopfhörer.

Besonders bemerkenswert ist die Fassung für die Switch 2, die mit 90 Metacritic-Punkten kaum hinter den anderen Versionen zurückbleibt. Wenn du mobil spielst, helfen dir unsere Tipps, um die Switch 2 Akkulaufzeit zu verlängern. Auf dem PC lohnt sich ein Blick auf unseren Ratgeber zu Grafikeinstellungen, die wirklich FPS bringen.

Zerstörte Stadt im Nebel als Kulisse im Resident Evil Requiem Test
Foto: Tahamie Farooqui / Unsplash

Umfang und Updates

Beim Umfang zeigt der Resident Evil Requiem Test ein vertrautes Bild. Für die Kampagne brauchst du etwa 10 bis 12 Stunden. Das ist für die Reihe typisch und sorgt für ein straffes Tempo ohne Füllmaterial. Wer alle Dokumente sammelt und sämtliche Mr.-Raccoon-Figuren zerstört, spielt länger. Laut PC Gamer lag die Spielzeit im Test bei rund zehn Stunden.

Capcom hat das Spiel seit dem Start erweitert:

  • März 2026: Fotomodus per Update
  • Mai 2026: Minispielmodus Leon Must Die Forever
  • In Arbeit: ein von Capcom bestätigter DLC

Da das Spiel viel Speicherplatz beansprucht, lohnt sich auf der Konsole unser Ratgeber, um den PS5 Speicher zu erweitern.

Schwächen im Resident Evil Requiem Test

Ganz ohne Kritik kommt auch Requiem nicht aus. Der häufigste Punkt betrifft die Gewichtung der Figuren. Im späteren Spielverlauf nimmt Leons Action mehr Raum ein, während Graces Horrorkapitel seltener werden. Wer vor allem wegen des Schreckens spielt, wünscht sich mehr Zeit mit ihr.

Zudem bleiben einige Bosskämpfe im letzten Drittel hinter den Erwartungen zurück. Und die Anlehnungen an Resident Evil 2 wirken an manchen Stellen eher wiederholend als frisch. Diese Mängel sind spürbar, schmälern den starken Gesamteindruck im Resident Evil Requiem Test aber nur leicht.

Einordnung: Für wen lohnt sich Requiem?

Requiem steht in einer Linie mit den jüngeren Hauptteilen. Resident Evil 7 (2017) setzte unter Koshi Nakanishi auf Ego-Horror, Resident Evil Village (2021) auf mehr Action und Abwechslung. Requiem vereint beide Ansätze und ergänzt sie um die Freiheit der Perspektivwahl. Im Resident Evil Requiem Test fällt auf, wie bewusst Capcom diese Erfahrung nutzt:

AspektGrace AshcroftLeon S. Kennedy
Spielgefühlverletzlich, defensivsouverän, offensiv
KernmechanikSchleichen, Ressourcen sparenParieren, Waffen aufrüsten
Stärkster MomentFlucht aus der KlinikMotorradjagd durch Raccoon City

Daraus ergibt sich, für wen sich der Kauf besonders lohnt:

  1. Horrorfans: Graces Kapitel bieten die dichteste Spannung seit Jahren. Wenn du Resident Evil 7 mochtest, fühlst du dich sofort zu Hause.
  2. Action-Liebhaber: Leons Abschnitte erinnern an die besten Momente von Resident Evil 4 und liefern spektakuläre Set-Pieces.
  3. Serienveteranen: Die Rückkehr nach Raccoon City und die vielen Querverweise belohnen dein Wissen um die Reihe.
  4. Einsteiger: Die flexiblen Schwierigkeitsgrade und die frei wählbare Perspektive senken die Einstiegshürde spürbar.

Wenig Freude hast du nur, wenn du mit Horror grundsätzlich nichts anfangen kannst oder eine lange, offene Spielwelt erwartest. Requiem ist bewusst kompakt und linear aufgebaut. Laut dem Spielzeit-Überblick von Dexerto ist ein Durchgang an wenigen Abenden zu schaffen, was den Wiederspielwert für Speedruns und höhere Schwierigkeitsgrade erhöht.

Grace als neue Heldin

Mit Grace Ashcroft gelingt Capcom eine glaubwürdige neue Hauptfigur. Sie ist keine Elitesoldatin, sondern eine Analystin, die plötzlich um ihr Leben kämpft. Diese Verletzlichkeit überträgt sich direkt auf dich. Jeder Schuss zählt, jede Tür kann eine Falle sein. Im Verlauf wächst Grace über sich hinaus und erhält nach ihrem letzten großen Kampf mehr offensive Möglichkeiten. Diese Entwicklung ist einer der Gründe, warum unser Resident Evil Requiem Test so positiv ausfällt.

Pro und Contra im Resident Evil Requiem Test

Pro

  • intensive, beklemmende Horrorkapitel mit Grace
  • wuchtige, abwechslungsreiche Actionabschnitte mit Leon
  • freie Wahl zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive
  • dichte Atmosphäre und starke Technik auf allen Plattformen
  • straffes Tempo ohne Füllmaterial
  • gelungene Verknüpfung mit der Seriengeschichte

Contra

  • Grace kommt im späteren Verlauf zu kurz
  • einige Bosskämpfe im letzten Drittel enttäuschen
  • Parallelen zu Resident Evil 2 wirken teils wiederholend

Fazit zum Resident Evil Requiem Test

Resident Evil Requiem gelingt der Spagat zwischen Horror und Action besser als den meisten Vorgängern. Graces Kapitel gehören zum Stärksten, was die Reihe je geboten hat. Leons Abschnitte liefern Tempo, Spektakel und ein präzises Kampfsystem. Die freie Perspektivwahl macht das Spiel zugänglicher, ohne den Schrecken zu entschärfen.

Ein schwächeres letztes Drittel und die zu geringe Präsenz von Grace verhindern eine noch höhere Wertung. Trotzdem ist das Ergebnis klar: Wenn du Survival-Horror magst, führt in diesem Jahr kaum ein Weg an Requiem vorbei. Unser Resident Evil Requiem Test endet mit einer deutlichen Empfehlung für Fans und Neueinsteiger gleichermaßen.

Wertung: 9,0 von 10

FAQ: Häufige Fragen zum Resident Evil Requiem Test

Wie schneidet das Spiel im Resident Evil Requiem Test ab?

Wir vergeben 9,0 von 10 Punkten. Graces Horrorkapitel, Leons Action, die freie Perspektivwahl und die starke Technik überzeugen. Abzüge gibt es für einige schwache Bosskämpfe im letzten Drittel und dafür, dass Grace im späteren Verlauf zu kurz kommt. Bei Metacritic liegt das Spiel zwischen 89 und 93 Punkten.

Für welche Plattformen ist Resident Evil Requiem erschienen?

Resident Evil Requiem ist am 27. Februar 2026 gleichzeitig für PS5, Xbox Series X|S, PC und Nintendo Switch 2 erschienen. Alle Versionen nutzen die RE Engine. Die Switch-2-Fassung erreicht bei Metacritic 90 Punkte und bleibt damit kaum hinter den anderen Plattformen zurück, was für eine sehr gelungene Umsetzung spricht.

Wie lange dauert Resident Evil Requiem?

Für die Hauptgeschichte brauchst du etwa 10 bis 12 Stunden auf dem Schwierigkeitsgrad Classic. Wer alle Dokumente sammelt und sämtliche Mr.-Raccoon-Figuren zerstört, spielt länger. Leichtere Schwierigkeitsgrade verkürzen die Spielzeit eher. Zusätzlich hat Capcom im Mai 2026 den Minispielmodus Leon Must Die Forever nachgereicht.

Kann ich Resident Evil Requiem in der Third-Person-Ansicht spielen?

Ja, du kannst beide Hauptfiguren wahlweise aus der Ego-Perspektive oder aus der Third-Person-Ansicht steuern. Graces Abschnitte wirken in der Ego-Sicht besonders bedrohlich, Leons Actionpassagen spielen sich mit Schulterkamera dynamischer. Du kannst die Ansicht auch mitten im Spiel wechseln, etwa wenn dir eine Horrorszene zu intensiv wird.

Muss ich die Vorgänger kennen, um Resident Evil Requiem zu verstehen?

Nein, die Geschichte um Grace Ashcroft bietet einen verständlichen Einstieg für Neulinge. Wer Resident Evil 2 und 3 kennt, profitiert aber deutlich mehr, denn Requiem führt zurück nach Raccoon City und steckt voller Anspielungen. Leon S. Kennedy kennen Fans bereits aus mehreren Teilen der Reihe.

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